Interview in der Facebook-Gruppe "Lesbische Literatur"

 

1.    Serena C. Evans: Stell dich bitte einmal kurz vor.

 

 

Ich bin in Norddeutschland aufgewachsen, die Nordsee vor der Haustür. Mit einundzwanzig zog es mich in den Süden und seitdem lebe in meiner Traumstadt München. Seit 18 Jahren bin ich mit meiner Frau zusammen.

 

1.    Serena C. Evans: Welche Bücher hast du bisher im Bereich der lesbischen Literatur bereits veröffentlicht? Was dürfen wir noch von dir erwarten?

Meine ersten Veröffentlichungen waren drei Romane, die im Umfeld des Frauenfußballs spielen (die Imke-Trilogie). In dem Buch „Imke - Abseitsfalle“ geht es auch um das Thema Coming-out und Homophobie im Fußball. Für die im Ylva-Verlag veröffentlichte Weihnachtsanthologie „Lebkuchenherzen“ habe ich die Kurzgeschichte „Teufgo“ beigetragen. Im Februar 2016 erschien im Butze-Verlag mein Roman „Indianer im Kopf“, eine lesbische, humorvoll-spirituelle, kriminalistische Liebesgeschichte. Nächstes Jahr ist ein Adventbüchlein geplant mit den Figuren aus „Indianer im Kopf“. Außerdem wartet ein fast fertiges Manuskript über ein spätes Coming-Out auf Veröffentlichung: Date mit Valentina hatte ich zunächst als Kurzgeschichte veröffentlicht. Auf Bitten einiger Leserinnen habe ich die Geschichte weitererzählt, zu einem Kurzroman. Ja, und dann ist da noch der nächste Imke-Roman und ein ganz neues Projekt, auf das ich mich richtig freue. Eindeutig zu viel Pläne für so wenig Zeit.

 

 

3.  Wie bist du zum Schreiben gekommen? Gab es ein Schlüsselerlebnis?
An ein Schlüsselerlebnis kann ich mich nicht erinnern. Ich habe als Kind und Jugendliche sehr viel gelesen und das hat mich vielleicht inspiriert. In der Schule wurden meine Aufsätze meistens vorgelesen, weil ich wohl damals schon mit viel Fantasie unterwegs war. Ich begann Gedichte und Kurzgeschichten zu schreiben. Als ich ungefähr dreizehn/vierzehn war, habe ich mich an meinen ersten Roman gewagt (für die Schublade). Da ich mich schon als Jugendliche für Politik und gesellschaftskritische Fragen interessiert habe, handelten meine frühen Werke deshalb auch von Umweltthemen, Menschenrechte und Tierschutz.

 

4.    Schreibst du Haupt- oder nebenberuflich? Möchtest du uns ggf. verraten, was du sonst noch beruflich machst?

Leider nur nebenberuflich. Seit 1991 arbeite in der Verwaltung der Evang.-Luth. Kirche in Bayern. Langweilig wird es mir auf meiner Stelle nicht. Deshalb kann ich leider auch nicht so viel schreiben, wie ich es gerne möchte. 

5. Was gefällt dir am Schreiben besonders? Gibt es auch Aufgaben, die du weniger gerne erledigst?

Schreiben ist für mich eine hohe Form der Freiheit. Ich tauche in meine eigene Welt ein. Für einige Zeit sind die Romanfiguren ständige Begleiter*innen, zu denen man eine ziemlich intensive Beziehung aufbaut. Durch das Schreiben habe ich auch die Möglichkeit, Stellung zu beziehen, Themen anzugehen, die mir wichtig sind. Nicht so gerne erledige ich das Marketing. Es fällt mir immer noch schwer, mich selbst sozusagen „zu bewerben“.

6.    Wie siehst du die Entwicklung der lesbischen Literatur? Was sind vielleicht auch deine Wünsche für das Genre.

Schwierig. Inzwischen gibt es natürlich viele lesbische und richtig gute Romane auf dem Markt, kein Vergleich mehr zu der Zeit meines Coming-Outs (Anfang der 90iger Jahre). Leider fehlt ein breites Lesepublikum. Frauen lesen viel und so ziemlich jedes Genre und das gilt natürlich auch für die lesbische Leserin. Das allgemeine Publikum greift selten zu einem lesbischen Roman. Das finde ich sehr schade.

 

7.    Gibt es noch etwas, dass du den LeserInnen und KollegInnen sagen möchtest?

 

An meine Kolleginnen: Beteiligen wir uns weiter an lesbischer Sichtbarkeit und schreiben richtig gute Romane 😊.

 

An die Leser*innen: Es wäre super, wenn ihr uns Autorinnen, die sich der Lesbischen Literatur verbunden fühlen, weiter unterstützt. Wir sind motiviert für euch spannende, romantische, kritische, fantastische Bücher zu schreiben und zu veröffentlichen, die euch hoffentlich viel Freude machen.

 

 

 

Vielen Dank, Serena, dass ich an dieser Interviewreihe teilnehmen durfte.

(Autorenplausch) Corinna Behrens: Indianer im Kopf auf www.verlorene-werke.de

 

Mit der Lektorin Daniela Höhe habe ich mehrere Monate hart am Manuskript gearbeitet - und mit ihrer Hilfe habe ich es geschafft, einen Verlag zu finden . Nun wurde "Indianer im Kopf" im Butze-Verlag veröffentlicht. Im Autorenplausch erzähle ich etwas über die Entstehung des Romans und einige Hintergründe.

 

Interview im Ylva-Blog
Interview im Ylva-Blog

Interview auf dem Blog des Ylva-Verlages (Verlag in dem die Kurzgeschichte "Teufgo" bzw. "Devgo" in der Weihnachtsanthologie "Lebkuchenherzen" bzw. "Gingerbread hearts" veröffentlicht wurde (2012)

Interview auf www.engagiert-in-Deutschland.de
Interview auf www.engagiert-in-Deutschland.de

Interview auf www.engagiert-in-Deutschland.de (2011) - Interview der Woche.

Interview mit epd
Interview mit epd

epd-Interview u.a. auch veröffentlicht in der SZ; Merkur, Mittelbayerische Zeitung "Tatort Strafraum" (2011)

Buchhinweis womensoccer
Buchhinweis womensoccer

Buchhinweis im Frauenfußballblog womensoccer (2009)

Interview womensoccer
Interview womensoccer

Interview auf dem Frauenfußballblog "womensoccer" (2007)

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