Erste Rezi und gleich Hammer *****-Sterne

5.0 von 5 Sternen Schau über den Tellerrand, 14. Februar 2016
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Rezension bezieht sich auf: Indianer im Kopf: Eine lesbische, humorvoll-spirituelle, kriminalistische Liebesgeschichte (Broschiert)
Hach, ich habe das Buch wirklich verschlungen. Ich konnte es einfach nicht zur Seite legen. Ich fand Jacki von der ersten Seite total sympathisch. Aber sie tat mir auch so leid! Sie konnte einfach nicht sie sein, wie sie ist. Ein Stück weit konnte ich ihre Bedenken und Handlungen wirklich nachvollziehen. Sie ist verwirrt, weil sie sich in die Pastorin verliebt hat und dann noch die Sache mit den Indianern. Eigentlich ist sie ja christlich aufgewachsen und hat mit den Indianern und deren Glauben so gar nichts am Hut.
Das Leben in einer Kleinstadt ist wirklich nicht einfach. Ich komme selber vom Dorf und wenn jeder jeden kennt, ist es wirklich nicht leicht "anders" zu sein. Wenn man nicht mit dem Strom schwimmt und man nicht so ist, wie es Andere wollen.
Sie kann ich ihren Gefühlen gegenüber der Pastorin einfach nicht mehr wehren und so kommt es, wie es kommen muss. Gefühlschaos pur, was Jacki da durchmacht.

 

 

Die Geschichte wird aus verschiedenen Sichtweiten geschrieben. Die meiste Zeit wird aus Jacki's Sicht erzählt, aber man liest auch aus der Sicht der Pastorin und dessen Mann Holger, dem neuen Pastor der Gemeinde. Alle Charaktere wurden super ausgearbeitet und man kann sofort die Emotionen jedes einzelnen herauslesen. Das gefällt mir richtig, richtig gut. So bekommt man den richtigenEindruck des Charakters, wie er sein soll. Ob man in mögen sollte oder eher nicht. Ich möchte an dieser Stelle nicht spoilern, deswegen gehe ich hier nicht weiter drauf ein.

Allerdings, ein Miniknackpunkt ist, dass die Geschichte für mich vorhersehbar war. Während des Lesens dachte ich mir schon, worauf das alles hinauslaufen oder was passieren wird.
Aber ich stufe es in diesem Buch tatsächlich nicht als negativ ein. Im Gegenteil! Es hat mich überhaupt nicht gestört. Ich fand es eher interessant zu lesen, wie Jacki mit der jeweiligen Situation umgeht.

Es wird uns gezeigt, dass wir über den Tellerrand schauen sollen. Ich bin davon überzeugt, dass es die Autorin auch so gewollt hat. Über den Tellerrand schauen, was die Liebe angeht und in der Religion. Nicht alle Menschen sind gleich und glauben an die gleichen Dinge. Man soll offen für das sein, was die Welt bietet und das ist verdammt viel Gutes!

Das Cover gefällt mir richtig, richtig gut. Ich finde es toll, wenn das Cover die Geschichte wiederspiegelt.
Das Hellblau! #verpackungsopfer

Fazit: Wahnsinnig viele und unterschiedliche Emotionen mit einem wichtigen Hintergrund. Schau über den Tellerrand.
Ein wirklich tolles Buch! Dicke Empfehlung.

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