Imke bekommt eine eigene Website

Frauenfußball ist in Deutschland eine der am schnellsten wachsenden Sportarten. Nicht zuletzt dank der Erfolge der Nationalmannschaft und der Vereinsmannschaften.

In der Literatur - gerade in der Belletristik - standen Frauen- und Mädchen bisher im Abseits. Bei den "wilden Kerlen" oder anderen Jugendbüchern durfte ab und an mal ein Mädchen mitkicken. Doch die Hauptrollen besetzten die Jungs.

 Es wurde Zeit, den Frauen- und Mädchen auch in der Literatur eine Stimme zu geben. Deshalb erklomm Imke die Literaturbühne: Fußballbegeistert, trickreich, torhungrig und neugierig. Inzwischen gibt es eine Imke-Trilogie und die Autorin hat ihre Protagonistin bereits in das vierte Abenteuer geschickt.

Alles über Imke, die Imke-Bücher, die Charaktere der Mitwirkenden, dem Fortsetzungsroman und interessante Links zum Frauenfußball bietet die Neue Website:

http://www.Imke-Romane.jimdo.com


Ich freue mich über die Rückmeldungen von Imke-Fans, die mir ihre eigenen Fußballerlebnisse schildern oder sich auch in den Büchern wiederfinden. Da Imke in jedem Buch ein Jahr älter wird, sind die Geschichten auch "erwachsener" geworden. Aber die Bücher haben von Anfang an Erwachsene gelesen, vor allem fußballspielende- und fußballinteressierte Frauen. Die Vorkommnisse, die Erlebnisse rund um den SV Winkelbach sind natürlich nicht real und doch haben anscheinend viele Leserinnen ähnliches in und mit ihren Vereinen erlebt.

Wie beim SV Winkelbach müssen fußballspielende Frauen und Mädchen leider auch heute noch um die Anerkennung für ihren Sport kämpfen. Es gibt natürlich viele Vereine, die den weiblichen Fußball fördern. Aber genauso gibt es Vereine, die hauptsächlich in den Herrenfussball investieren.

Leider stehen wir Frauen und Mädchen uns dabei oft auch selbst im Wege. Nicht nur einmal habe ich von fußballspielenden Frauen und Mädchen gehört, dass sie sich Frauenfußball weder live noch im Fernsehen ansehen, mit der Begründung "Frauenfuball ist langweilig". Zuletzt hörte ich den Satz bei einem Fußballcamp, an dem ich als Trainerin teilgenommen habe. Die Diskussion geht immer in den Vergleich zum Männerfußballs. Das ist schwierig, weil Männerfußball tatsächlich athletischer und schneller wirkt und wahrscheinlich auch ist.

Aber seien wir doch mal ehrlich: Wenn man sich heute eine Wiederholung ansieht, z.B. eines WM-Spiels von 1990, da war das Spiel der Männer auch noch viel langsamer. Das heißt, auch der Männerfußball entwickelt sich ständig weiter. Da Frauen erst Anfang der 70iger Jahre offiziell Fußball spielen durften, haben wir noch Nachholbedarf -  abgesehen davon, dass der Vergleich von Männern und Frauen im Sport immer hinken wird. In keiner Sportart wird dieser Vergleich auch so thematisiert wie beim Fußball.

Dazu kommt die hohe Präsenz des Männerfußballs in der Öffentlichkeit.

Es ist auch für Mädchen immer noch viel cooler, ein Trikot von Schweinsteiger, Messi oder Özil zu tragen, als von Sasic, Angerer oder Popp.

Als wir bei dem genannten Fußballcamp anläßlich eines Quizes Fragen zur Frauenbundesliga und Frauennationalmannschaft stellten, konnten die wenigsten Mädchen richtige Antworten geben. Jemand meinte, ob wir nicht Fragen zum "normalen Fußball" hätten stellen können (gemeint war Männerfußball). Von den beinahe dreißig Mädchen interessierten sich vielleicht fünf tatsächlich für den Frauenfußball und kannten sich auch ein bißchen aus.

Da ist sicherlich immer noch viel Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit notwendig, obwohl es inzwischen sehr viel tolle Seiten und Blogs über Frauenfußball im Internet, auf Twitter, Facebook usw. gibt. 

Fußballspielen bringt Spaß. Frauenfußball ist spannend. Der weibliche Fußball hat Geschichten zu erzählen. Ich will mit meinen Imke-Fußballbüchern dazu beitragen, dass Frauen und Mädchen von ihrem Sport begeistert sind. Das sind wir auch den Pinonierinnen des Frauenfußballs der 60iger/70iger und 80iger Jahre schuldig.

 


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